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Suljakovic: „Ich wollte nie Handball spielen!“

Bundesliga-Star Suljakovic spricht offen über seine Abneigung gegenüber Handball und seinen unerwarteten Weg in den Profisport. Seine Geschichte ist inspirierend und ungewöhnlich.

Von Sophie Klein4. Juli 20263 Min Lesezeit

LEIPZIG, 4. Juli 2026Eigener Bericht

Es gibt Geschichten, die überraschen, und dann gibt es Geschichten, die die Erwartungen vollkommen auf den Kopf stellen. Ein solches Beispiel bietet der Bundesliga-Star Suljakovic, der kürzlich in einem Interview eine erstaunliche Offenbarung machte. „Ich wollte nie Handball spielen“, gestand er und schockierte damit nicht nur seine Fans, sondern auch Experten der Sportbranche.

Suljakovic, aufgewachsen in einer sportbegeisterten Familie, wurde früh mit verschiedenen Sportarten konfrontiert. Sein Vater war aktiver Fußballspieler, seine Schwestern betrieben sowohl Leichtathletik als auch Schwimmen. Die Wahl lag auf der Hand: Sport sollte ein Teil seines Lebens werden. Doch Suljakovic war nicht wie der Rest seiner Familie. Vielmehr fand er sich oft in anderen Aktivitäten wieder, die nicht mit dem Leistungssport zu tun hatten.

Er begann als Kind mit Basketball und zeigte darin viel Talent. „Es war das erste Mal, dass ich mir wirklich vorstellen konnte, professionell zu spielen“, erinnert er sich. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.

Eines Tages, als er gerade elf Jahre alt war, drängten ihn seine Freunde dazu, zu einem Handballtraining zu gehen. „Das war nicht mein Wunsch. Ich wollte einfach nur mit meinen Freunden sein“, erklärt er. Die ersten paar Trainingseinheiten waren für ihn eine Qual. Er kämpfte mit den Regeln und dem Spielablauf und wäre am liebsten sofort wieder auf das Basketballfeld gewechselt. Trotzdem blieben seine Freunde hartnäckig, und allmählich begann er, sich an die neue Sportart zu gewöhnen.

Der Wendepunkt

Der entscheidende Wendepunkt trat ein, als er während eines Spiels die Aufmerksamkeit eines Scouts auf sich zog. „Ich erinnere mich noch, dass ich nach einem Spiel zu ihm gerufen wurde. Er wollte mir anbieten, in einer Juniorenmannschaft zu spielen.“ Das Angebot fiel in eine Zeit, in der Suljakovic gerade mit der Schule kämpfte und nicht wusste, ob er weiterhin Handball oder Basketball spielen sollte. „Ich war hin- und hergerissen“, gesteht er.

Letztendlich entschied er sich, das Angebot anzunehmen. Dies führte zu einer Reihe weiterer Einladungen in verschiedene Jugendteams. „Es war verwirrend. Ich war nie wirklich begeistert vom Handball. Ich habe es einfach gemacht, weil es mir angeboten wurde und ich nicht versagen wollte.“

Die Jahre vergingen, und mit jedem Training und jedem Spiel wuchs sein Können. Der Hang zur Perfektion, gepaart mit seiner natürlichen Begabung, brachte ihn schließlich in die erste Bundesliga. Obwohl er nun erfolgreich war, blieb die grundlegende Abneigung gegenüber der Sportart bestehen.

„Vieles ist einfach zu hart. Die Rivalität, der Druck, die ständigen Erwartungen – das ist nicht das, was ich wollte, als ich angefangen habe“, erklärt Suljakovic. Er erinnert sich an die Momente, in denen er an der Seitenlinie stand und darüber nachdachte, ob das alles wirklich das war, was er sich gewünscht hatte.

Ein neuer Blick auf den Sport

In jüngster Zeit hat sich seine Sichtweise jedoch verändert. „Je mehr Zeit ich im Handball verbracht habe, desto mehr habe ich die Strategien, die Teamarbeit und die Dynamik des Spiels lieben gelernt“, sagt er. Das hätte er nie erwartet. Was als Zwang begann, entwickelte sich allmählich zu einer Leidenschaft. „Ich habe gelernt zu schätzen, was ich tue. Handball hat mir mehr gegeben, als ich jemals erwartet hätte.“

Trotz seiner bisherigen Erfolge bleibt Suljakovic bescheiden. Er weiß, dass er seinen Weg in der Sportwelt noch nicht zu Ende gegangen ist und dass er weiterhin an sich arbeiten muss. „Es ist ein ständiger Prozess. Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich nicht da bin, wo ich sein sollte.“

Mit seiner offenen Art hat er die Herzen vieler Fans erobert. Seine Geschichte wird oft zitiert als Beispiel für die Unvorhersehbarkeit des Lebens und die Wendungen, die es nehmen kann. „Es ist nie zu spät, seine Meinung zu ändern. Manchmal führt uns das Leben in eine Richtung, die wir nie geplant hatten, und das kann etwas Wunderbares sein.“

In einer Zeit, in der der Druck auf junge Athleten stetig zunimmt, könnte Suljakovics Geschichte dazu dienen, anderen zu zeigen, dass es auch andere Wege gibt, um Erfolg zu finden. Der Sport ist oft mehr als nur eine Leidenschaft – es ist eine Lektion im Leben selbst.

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